Vor wenigen Jahren hat mich das Schicksal mit dem Ton zusammengeführt und seither brenne ich dafür, kreativ-gestalterisch mit diesem herrlichen Naturmaterial tätig zu sein – Meine Energie und die Hitze des Keramikbrennofens bzw. des Feuers in der Erdgrube lassen aus Ton letztendlich edle Keramik entstehen.
Ich drehe aus Steinzeugton hauptsächlich Vasen auf der Töpferscheibe, baue Gefäße und Skulpturen per Hand auf und modelliere auch leidenschaftlich gerne.
Der Ton und ich, wir ergänzen uns. Er erdet mich, im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Er lehrt mich geduldig zu sein, wo ich doch immer gerne so schnell bin. Er bewegt sich mit mir, ist ganz nachgiebig, sträubt sich aber gegen zu viel Druck. Er ist sensibel und hat ein Gedächtnis. Er zeigt mir seine Grenzen, erlaubt mir aber fortwährend zu lernen und zu wachsen – innerlich und in der Form meiner Arbeiten. Und das tun wir, beide gemeinsam. Er gibt mir Ruhe, lässt mich sein im Hier und Jetzt. Vollkommen zentriert – geistig und körperlich.
Die Arbeit mit Ton und weiterführend die Oberflächengestaltung und Entwicklung von Glasurrezepten befriedigen meine kindliche Neugierde, meinen Wissensdurst, meinen Willen, Neues zu erlernen, neue Ideen umzusetzen und dafür Lösungswege zu suchen. Er zeigt mir, dass es auch vollkommen in Ordnung ist, die Kontrolle abzugeben, den Zufall zuzulassen und auch Unerwartetes zu schätzen. Es ist noch ein weiter Weg meinen Hang zum Perfektionismus loszulassen, aber wir gehen ihn gemeinsam, den Weg der Entwicklung. Womöglich bis zur uneingeschränkten Akzeptanz des Unvollkommenen. Wir werden sehen.
Derzeit arbeite ich mit Leidenschaft und Ausdauer an der Perfektion beim Drehen der Vasen auf der Töpferscheibe, um dann die Kontrolle beim unvorhersehbaren Brand in der Erdgrube wieder abzugeben. Es fasziniert mich, wie sich chemisch-physikalische Zustände als Flammenmalerei mit oft unglaublichen Farben und Zeichnungen auf keramischen Oberflächen festhalten lassen. Die Formen der gedrehten Gefäße stehen zum Teil vorher fest, oft lasse ich mich aber auch vom Ton führen und schau, was entstehen will. Mit handaufgebauten Gefäßen erzähle ich Geschichten, beschreibe Charaktere oder drücke Emotionen aus. Beim Modellieren behandle ich gerne Themen rund um Mensch & Sein: Es entwickeln sich Hände, Körper oder dann und wann mal humoristische Portraits in Form von Gartenzwergen. Lauter Unikate – kein Objekt, keine Vase ist wie das bzw. die andere. Ton ist vielseitig, und so bin ich.
Andrea Kicker

„Meine Grenzen zu erweitern, meinen künstlerischen Ausdruck zu verbessern und tiefer in die Materie einzutauchen, um Besonderes zu kreieren, ist mein Ziel.“
Andrea Kicker
Seit Kindheitstagen immer wieder einmal Stifte und Pinsel in der Hand, habe ich viel später auch meine Liebe zu Ton entdeckt, mit dem ich nun meine künstlerische Seite zum Ausdruck bringen kann.
Eine profunde Ausbildung dafür habe ich in der Meisterklasse für Keramische Formgebung an der Ortweinschule Graz, Abteilung für Kunst und Design, genossen. Dennoch würde ich mich in erster Linie als stark autodidaktisch veranlagt sehen.
„Lerne die Regeln wie ein Profi, damit du sie wie ein Künstler brechen kannst.“
Pablo Picasso
Meine Interessen sind vielfältig, und so sind auch meine Arbeiten. Ich nutze eine große Bandbreite keramischer Techniken und entwickle meine Glasuren aus vornehmlich Naturrohstoffen selbst. Mein theoretisches und praktisches Know-How gepaart mit meinem Gefühl für Ästhetik sowie ein wenig vom Zufall, der immer wieder seine Finger im keramischen Spiel hat, führen zu einzigartigen Ergebnissen.
Materialeigenschaften
Ton ist das perfekte Material, um dreidimensionale Objekte entstehen zu lassen. Die Rohstoffe dafür kommen in rauen Mengen auf der Erde vor und müssen nur noch je nach Einsatz und gewünschter Eigenschaften des Tons zu einer idealen Masse zusammengemischt werden. Wenn man Glück hat, kann man halbwegs brauchbaren Ton bzw. Lehm auch in seinem Garten finden. So wie bei mir, wo sich so manches Pflanzloch als Lehmgrube offenbart und lehmiger Ton darauf wartet, ein Kunstwerk zu werden.
Steinzeug
Steinzeug-Ton ist das meistverwendete Material in meinem Atelier. Es wird so hoch gebrannt, dass es beinahe dicht ist und Glasuren eigentlich nur noch für den Lebensmittelbereich notwendig sind bzw. um auf die Oberflächengestaltung Einfluss zu nehmen. Diese können glatt und glänzend, seidenmatt bis steinmatt, rau und kraterartig sein sowie verschiedenste Farben haben. Ich verwende zur Farbgebung am liebsten natürliche Farboxide. Steinzeug-Keramik ist Umwelteinflüssen gegenüber sehr widerstandsfähig.
Bleibende Werte
Keramik ist nicht billiger Kunststoff, der früher oder später als umweltschädlicher Müll zurückbleibt.
Keramik wird schon seit Jahrtausenden hergestellt – ihre Werte wurden und werden immer sehr geschätzt. Materialen der Mutter Natur werden zu einem hochwertigen Produkt veredelt, das bleibenden Wert hat.
Immer aktuell und mitunter gemacht für die Ewigkeit: Keramik löst sich nicht auf, zersetzt sich nicht – und das Wichtigste: das Material ist vollkommen biokompatibel und schadet somit nicht der Umwelt.
Die Rohstoffe beziehe ich möglichst regionial. Der Herstellungsprozess (zweimaliges Brennen im Elektro-Keramikbrennofen) ist zwar energieintensiv – dank Photovoltaik kann ich dafür aber vorrangig die Sonne arbeiten lassen. Andererseits nutze ich überschüssiges Holz aus unserem Wald für den alternativen Grubenbrand.
Freudebringende Unikate
Freude an der Arbeit mit Ton.
Freude am Planen, Entwerfen und Gestalten eines Projektes und dieses erfolgreich zu Ende zu führen und mich gleich auf das nächste Projekt zu freuen, eigene Ideen zu verwirklichen, Probleme zu lösen oder auch deine Ideen zu sichtbaren Gedanken werden zu lassen.
Freude am Ergebnis. Freude, wenn sich wer mit mir darüber freut.
In diesem Sinne freue ich mich kontaktiert zu werden!
Als Dank für dein Vertrauen erhältst du ein künstlerisches Unikat, mit dem auch du lange eine Freude haben wirst und das Gewissen, nicht ein wertloses Massenprodukt gekauft zu haben.
Gerne kannst du aber auch nachfragen, ob Objekte aus meinem Portfolio noch verfügbar sind.
